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Ein Update von PrimePrevention

  • 10. Feb.
  • 1 Min. Lesezeit

Extremereignisse wie Algenblüten, Sauerstoffmangel und gefährliche Bakterien im Meer nehmen zu – mit weitreichenden Folgen für Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft. Das mareXtreme Verbundprojekt PrimePrevention entwickelt Methoden und Technologien für die Gesellschaft, um Risiken frühzeitig erkennen und ihre sozioökonomischen Auswirkungen verringern zu können.


Ein zentrales, projektübergreifendes Thema innerhalb von mareXtreme ist der Aufbau von intelligenten Beobachtungssystemen für das Meer, die es ermöglichen, frühzeitig vor sich anbahnenden (biologischen) Gefahren zu warnen. Neue Sensoren, automatisierte Probennahme und moderne Labormethoden gestatten es, toxische Algen, Cyanobakterien und Vibrionen schneller und zuverlässiger zu entdecken als bisher. Diese Technologien wurden nicht nur im Labor, sondern auch direkt auf Forschungsschiffen und Fischereibooten erfolgreich getestet. So kann das Meer künftig flächendeckender und kostengünstiger überwacht werden.


Probennahme mit einem Multi-Corer auf einem Forschungsschiff (Foto: GEOMAR).
Probennahme mit einem Multi-Corer auf einem Forschungsschiff (Foto: GEOMAR).

Besonderes Augenmerk liegt auf den Erkenntnissen aus den drei PrimePrevention Reallaboren Schlei, Greifswalder Bodden und Kieler Bucht. Beispielsweise zeigen Untersuchungen in der Kieler Bucht, dass das Auftreten von sauerstoffarmem und schwefelwasserstoffangereichertem Bodenwasser deutlich stärker zunimmt als bisher angenommen. Mithilfe moderner Computermodelle lässt sich heute besser vorhersagen, wann und wo solche „Todeszonen“ entstehen – ein wichtiger Schritt für den Schutz von Fischen, Muscheln und anderen Meereslebewesen.


Eine weitere Besonderheit von PrimePrevention ist die enge Zusammenarbeit mit Behörden, Fischerei, Tourismus und Zivilgesellschaft. In gemeinsamen Workshops wurde erarbeitet, welche Informationen im Ernstfall wirklich benötigt werden und wie Warnungen verständlich kommuniziert werden können.


PrimePrevention macht deutlich: Mit vernetzter Forschung, neuen Technologien und im Dialog mit der Gesellschaft lassen sich Risiken in der Ostsee besser verstehen – und künftig auch wirksamer eingrenzen.



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