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Eine Woche im Reallabor: MULTI-MAREX in Kalamata

vor 5 Stunden
2 Min. Lesezeit

Vom 11. bis 18. September 2026 war Kalamata, eines der Reallabore des Verbundprojekts MULTI-MAREX, Ausgangspunkt für eine Woche, die wissenschaftliche Konferenz, studentischen Austausch, Reallabor-Arbeit und Geländearbeit eng miteinander verband. Anlass war der 40. Jahrestag des verheerenden Erdbebens vom 13. September 1986.


Den Anfang machte am 11. September die offizielle Pressekonferenz, moderiert von Gina Marava. Vertreter*innen der Stadt kamen mit Prof. Torsten Schlurmann (Leibniz Universität Hannover) und Prof. Klaus Reicherter (RWTH Aachen) aus dem MULTI-MAREX-Team zusammen, um die Konferenzwoche offiziell zu eröffnen.

„Uns steht ein sehr intensiver Erfahrungsaustausch mit Zeitzeug*innen bevor – und tatsächlich auch kulturelle Events, neben Übungen zur Katastrophenhilfe“, beschrieb Torsten Schlurmann das Programm der kommenden Tage. Klaus Reicherter betonte das große Willkommen, das die Stadt Kalamata dem Projekt entgegenbrachte, sowie die Vielzahl an Zeitzeug*innen und lokalen Akteur*innen, die im Laufe der Woche eingebunden werden sollten. Über die gesamte Woche hinweg standen der direkte Austausch und die gemeinsame Arbeit mit den Stakeholdern vor Ort im Mittelpunkt.


Am 12. September folgte im Cultural Centre Kalamata die wissenschaftliche Konferenz – ein ganzer Tag, der sich den unterschiedlichen Geogefahren widmete: seismisch, vulkanisch und tsunamibedingt. Durch den Tag zog sich eine zentrale Frage: „Wie lässt sich Risikomanagement für Küstenregionen wie Kalamata konkret umsetzen?“. Den Abend beschloss die öffentliche Gedenkveranstaltung zum 40. Jahrestag des Erdbebens im Cultural Centre.


Paraskevi Nomikou während ihrer Keynote "The Aegean Volcanic Arc: Past Activity, Present Signals, Future Hazards" (Foto: F. Gross)
Paraskevi Nomikou während ihrer Keynote "The Aegean Volcanic Arc: Past Activity, Present Signals, Future Hazards" (Foto: F. Gross)

Teilnehmer*innen der Scientific Conference in Kalamata am 12.09.2026 (Foto: F. Gross)
Teilnehmer*innen der Scientific Conference in Kalamata am 12.09.2026 (Foto: F. Gross)

Direkt an die wissenschaftliche Konferenz schloss sich ab dem 13. September die Student Conference an. Hier erhielten die Studierenden „einen direkten Austausch zu Naturgefahren und Katastrophenvorsorge“, wie es Prof. Dr. Piero Bellanova (ICBM, Universität Oldenburg) formulierte.

Die Konferenz beinhaltete vielfältige Vorträge von Wissenschaftler*innen verschiedener Institutionen sowie interaktive Workshops, wie beim Cross-Mission Format zu „Living Labs vs. Real-World Laboratories: What's the Difference, and How Do We Use Them in Participatory Research“, geleitet von Kai de Graaf (SustainMare) und Dr. Felix Gross (mareXtreme). Als Cross-Mission-Format brachte der Workshop die Ausrichtung der Stakeholder-Interaktion rund um die Reallabor-Konzepte der DAM stärker auf eine gemeinsame Linie.


Kai de Graaf (SustainMare) im Gespräch während des interaktiven Workshops (Foto: L. Morgenweck)
Kai de Graaf (SustainMare) im Gespräch während des interaktiven Workshops (Foto: L. Morgenweck)

Im Anschluss ging es für die Studierenden direkt in die Praxis und auf Exkursionen: In hands-on Practicals lernten sie Kartierungsmethoden kennen – von der Erfassung sedimentärer Schadstoffe über die Kartierung und das Scannen von Gebäuden in Kalamata bis zum Laserscanning der städtischen Infrastruktur für virtuelle Realität.


Workshop bei der Student Conference im Cultural Centre Kalamata (Foto: L. Morgenweck)
Workshop bei der Student Conference im Cultural Centre Kalamata (Foto: L. Morgenweck)

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