Das Reallabor Wremen begrüßt internationale BesucherInnen aus 12 verschiedenen Ländern an der Nordseeküste
16. Oktober 2026, Wremen, Wurster Nordseeküste, Deutschland: Ein Tag des Austauschs, Lernens und des Entdeckens über Projekte, Disziplinen und Kulturen hinweg.
Während des Beginns der Sturmflutsaison an der deutschen Nordseeküste kam eine internationale Gruppe von KüstenforscherInnen und PraktikernInnen in das Reallabor Wremen zu Besuch.
Das Reallabor ist Teil des Projekts METAscales im Rahmen der aktuellen DAM-Forschungsmission mareXtreme und zudem Mitglied des Coastal Resilience Hub, einer internationale Gemeinschaft etablierter und lokal verwalteter Standorte für mehr Küstenresilienz.
Für die 30 internationalen Gäste, die nach Wremen gereist waren, bildete der Ausflug den Abschluss eines dreitägigen Kick-off-Treffens in Bremen für BEACONSplus, ein neues, von der EU finanziertes Forschungs- und Innovationsprojekt, das vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) koordiniert wird. Das Projekt zielt darauf ab, Küstengemeinden auf beiden Seiten des Atlantiks bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen und ihre Resilienz zu stärken. Das Konsortium vereint 15 Partnerorganisationen aus Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Ghana, Irland, Italien, Südafrika und dem Vereinigten Königreich und umfasst Forschungsinstitute, Universitäten, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Netzwerke lokaler Behörden. Das Projekt wurde mit 6 Millionen Euro gefördert und läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2029.

In Wremen wurden die Gäste von WissenschaftlernInnen, PraktikernInnen und Mitgliedern des METAscales Reallabors empfangen. Wremen ist eines von zwei Reallaboren in METAscales (das andere ist Nordstrand), in denen lokale Gemeinschaften, Wissenschaft, Praxis und Verwaltung zusammenkommen, um gemeinsam die Herausforderung des Umgangs mit marinen Naturgefahren anzugehen. Die Reallabore generieren Handlungswissen und testen mögliche Lösungen unter realen Bedingungen – alles mit dem Ziel, die Resilienz der Küstengemeinden zu stärken.

Der Tag in Wremen begann im Gästezentrum mit einer Einführung in die Region, Hintergrundinformationen zum Projekt METAscales sowie Einblicken in die Abläufe und Ergebnisse der Reallaborarbeit. Anschließend ging es für die Gruppe gemeinsam mit regionalen ExpertInnen raus ins Feld, um die Küste zu erkunden und zwei zentrale Küstenthemen der Region kennenzulernen und hautnah zu erleben: den technischen Küstenschutz durch Deiche sowie den Naturschutz und die Renaturierung im Vorlandbereich. Dazu gehörte ein Halt an einer exponierten Deichstelle und in der Küstenschutzhalle des Deichverbands, gefolgt von einer Wanderung durch ein Gebiet, in dem im Nationalpark Wattenmeer eine groß angelegte Renaturierung von Salzwiesen geplant ist.

Der Besuch war ein großer Erfolg und stellt einen Meilenstein im internationalen Austausch und in der Zusammenarbeit transdisziplinärer Projekte zu Küstenresilienz und Küstengemeinschaften rund um den Atlantik und die Nordsee dar.





Kommentare